„Digital Natives“ vs. „Digitale Immigranten“

Sie sind jung, mitteilungsbedürftig, zuhause in der Welt des Internet und die Zukunft der Menschheit. Die „Digital Natives“.

Ihnen gegenüber: die „Digitalen Immigranten“. Diese sind alt, oder zumindest älter, aufgewachsen in der „Papierwelt“ und voller Kritik und Furcht gegenüber dem allumspannenden Netz.

Als würden manche mit altersübergreifender Kommunikation nicht schon genug Probleme haben, haut nun auch das Internet noch einen drauf. Das Internet spaltet die Gesellschaft, genauer: die Generationen.

„Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht!“ Neuem steht das Gewohnheitstier Mensch generell kritisch gegenüber. Für die heutigen Jugendlichen sind Internet & Co. aber nicht neu. Sie sind, ganz im Gegensatz zur Generation ihrer Eltern und Großeltern, damit aufgewachsen. Für sie ist das Internet eine Art Parallel-Welt, die Möglichkeiten bietet, die Außenstehenden, nicht ganz zu Unrecht, Respekt einflößen. World Wide Web – ein weltweites Netz also. Texte, Fotos, Videos und vieles mehr können in Sekundenschnelle mehr oder weniger unkontrolliert die ganze Welt erreichen. Und dort bleiben.

Dass das nicht unbedingt immer gut ist, haben die meisten schon einmal durch die Medien mitbekommen. Jugendliche, die mit veröffentlichten Privatvideos im Internet bloßgestellt wurden und sich anschließend das Leben nahmen oder anonym verkehrende Pädophile, die über das Internet Kontakt zu ihren nächsten Opfern aufnehmen.

Solche Fälle gibt es wohl, aber manche aus der älteren Generation scheinen dies zu sehr als Internet-Alltag zu verstehen, als es vielleicht der Fall ist und den Mythen rund ums Internet mehr Glauben zu schenken, als diese verdienen. Es scheint also unter anderem die Unkenntnis zu sein, die zur Spaltung der Generationen beiträgt.

Hier geht’s zur Website „Surfen ohne Risiko“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die auf Risiken im Internet hinweist.

Was wollen Jugendliche denn dauernd im Internet? Ein Schwerpunkt scheint auf der Kommunikation zu liegen, wobei die Absicht nicht unbedingt darauf gerichtet ist, neue Leute kennenzulernen, sondern vorwiegend um Kontakte, die sowieso schon bestehen, online, auf einer zusätzlichen Kommunikationsebene zu pflegen. Dazu ist so gut wie jeder der Jugendlichen und jungen Erwachsenen Mitglied sozialer Netzwerke und dort täglich aktiv. Ansonsten dient das Internet auch vielen jungen Menschen bei der Informationssuche oder zur Unterhaltung.

Sprachliche Barrieren sind nicht nur für Menschen aus verschiedenen Ländern ein Problem. Trotz identischer Amtssprache, kann es besonders in Zeiten des Internets und der Globalisierung auch innerhalb eines Landes zu Kommunikationsschwierigkeiten kommen. Was mit dem Internet zu tun hat, hat Namen wie „Community“, „Weblog“, „Social Network“ oder eben „Digital Natives“. Nicht jeder verfügt über solche Wörter in seinem „word pool“.

Zweifellos ist mit dem Internet eine zweite Welt, oder zumindest eine zweite Dimension der Welt hinzugekommen, deren Bevölkerung, zumindest bisher, zu einem großen Teil aus den digitalen Ureinwohnern besteht.

Aktuelle Fakten über das Medien- und Freizeitverhalten von Jugendlichen in der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (MPFS) 2010.

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